Vodafone FttH



  • Guten Tag,
    in meiner Gemeinde wird demnächst Glasfaser als FttH verlegt.
    Das Netz gehört der Gemeinde welche Dieses an Vodafone als Betreiber verpachtet.
    Zur Zeit bin ich über eine W-Lan Strecke eines kleinen Regionalen Anbieters mit dem Internet verbunden (50mbit/s).
    Ich habe hinter dem Antennenrouter eine Pfsense auf einem Qotom Q575G6 hängen.
    Nach dem Umstieg auf Glasfaser würde ich gern die Pfsense direkt hinter den ONT, welcher von Vodafone gestellt wird, hängen.
    Hat da jemand Erfahrung mit Vodafone Glasfaser Zugängen und weiß jemand welche ONT Fabrikate zur Zeit verbaut werden.
    Ich habe an anderer Stelle auch gelesen das Vodafone nur mit ihrem eigenen Router Support gewähren.
    Ich wollte mir das Geld für den Zwangsrouter eigendlich sparen.

    Mfg Matthias


  • LAYER 8 Moderator

    @Matth73 said in Vodafone FttH:

    Ich wollte mir das Geld für den Zwangsrouter eigendlich sparen.

    Warum Geld für Zwangsrouter? Normalerweise bringen die dann ein Abschlußgerät, was auch immer das ist. Was sie bei FTTH tatsächlich dann machen, ist die Preisfrage, da musst du wahrscheinlich Vodafone selbst interviewen, was sie dir dann als Zugangsgerät hinstellen wollen und/oder was die Optionen sind. Eigentlich gäbe es aber keinen Grund irgendeine komische Box zu bekommen, wenn sie da sauberes IP legen ohne irgendwelchen PPP oder Kabelschnick.



  • Vielen Dank für die Antwort.
    Ich hatte eher gehofft das jemand im Forum einen Vodafone FttH Anschluss hat und darüber genaueres weiß.
    Die Vorvermarktung startet erst am 16.09.2020, und im September gibts drei Info-Veranstaltungen da hoffe ich mehr zu erfahren.



  • Ich habe gerade erfahren das es PPPoE Einwahl geben wird.
    Steht ja auch so im InfoDok120 von Vodafone.
    InfoDok120 7. FAQ Absatz 13


  • LAYER 8 Moderator

    @Matth73 said in Vodafone FttH:

    Ich habe gerade erfahren das es PPPoE Einwahl geben wird.

    😢 #FeelsSad

    Hurra, wieder moderne Technik durch Uralt Bullshit kaputtmachen. Yay. Nicht.



  • Liegt vielleicht einfach nur daran, das die "dummen" Router (Fritzbox, Speedport und Co.) nichts Anderes können als den Weg über PPPoE?


  • LAYER 8 Moderator

    @wkn said in Vodafone FttH:

    Liegt vielleicht einfach nur daran, das die "dummen" Router (Fritzbox, Speedport und Co.) nichts Anderes können als den Weg über PPPoE?

    Naja ich sage mal so:

    a) Bei FTTH mit entsprechender Bandbreite (da fängt man ja eigentlich nicht mehr klein an) braucht man nicht unbedingt billig-SoHo Hardware hinstellen. Wenn man sieht, dass jede 3-Mann Bude bei einem Firmenvertrag mit 100-200Mbps und direktem Kabel/Fiber/etc. gleich nen kleinen Cisco oder sonstwas Switch hingestellt bekommt (managed by provider) und die wirklich im Dutzend eingekauft echt nicht teuer sind, versteh ich den Nervkram eben echt nicht.

    b) gibt es andere Wege die die Boxen problemlos können. DHCP, MAC Reservierung würde keine Hardware benötigen und jeder kann die Box nutzen die er will. 802.1x bspw. würde genauso gehen. Echter IP Layer und ggf. was zur Autorisierung. Schaffen andere Länder auch.

    Die Billig-Plastikkiste (wenn der Kunde will) kann man ja optional mitverkaufen, aber PPPoE ist eine unnütze Krücke aus alten Tagen, weil man plötzlich aus paketvermittelten Netzen wie PPP über Telefon o.ä. dann im IP Zeitalter ankam (mit DSL bspw.) und anstatt da einfach DHCP mit MAC Adresse etc. drauf zu packen hat man - weil alles andere für PPPartige Zugänge schon da war (Abrechnung, Vebindungslogging etc. etc.) einfach mit PPPoE gemacht, dann konnte man den Altkäse einfach weitermachen inkl. Zwangstrennung und dynamic IP und Co.
    PPPoE hat aber leidigen Overhead und MTU Abstriche zur Folge. Selbst PPPoA ist noch suboptimal aber wenigstens würde es dann auf der ATM Strecke weniger Overhead geben.

    Gerade wenn man endlich mal etwas modernere Infrastruktur baut (Fiber Ausbau) und dann FTTH vermarktet dann den Endkunden doch mit tumber Fritte + PPPoE abzuspeisen tut weh. Da brauch ich nur den Blick kurz über die Grenze zu den Niederlanden rüberwerfen. Da sind 500Mbps SDSL via Fiber zu Hause überhaupt nichts Abgefahrenes. Zu einem guten(!) Preis ohne dass dir das Gesicht abfällt. Fixe IP? Klar geht. Traffic Volumen? Nöö lass mal. IPv6? Klar nimm!

    Und plötzlich stehst du da und es machen so viele Dienste im Netz auf einmal Sinn. Sowas wie Backblaze (offline dezentrales verschlüsseltes Backup) mit unlimited Space -> klar her damit! Einmal 1-2d hochladen und dann nur noch diffs, alles super. Wenn ich da was von (Ex) Kollegen sehe/lese möchte ich immer leise weinen 😢


  • LAYER 8 Rebel Alliance

    Es geht sogar noch besser:
    Seit 2014 an einem unserer Standorte FttH von einem kleinen lokalen Anbieter mit 50 Mbps. WAN Configuration Type Static IPv4, alles genau so wie es eigentlich sein soll, feste IP, keine Zwangstrennung oder sonst irgendein Mist.
    Anfang des Jahres mal wieder geschaut was es so an neuen Tarifen gibt.... 300 Mbps im kleinsten Tarif und sogar günstiger als bisher.
    Dort angerufen, angeblich alles kein Problem... "feste IP kann übernommen werden, es ändert sich absolut nichts an der Technik, außer dass der Port ein Upgrade bekommt".
    Long story short, nun PPPoE an der Backe kleben und alle 7 Tage nachts um 2 Uhr eine kurze Zwangstrennung, genau wenn eigentlich die Backups laufen. 😑
    Vertriebler... 🙄

    -Rico


  • LAYER 8 Moderator

    Das ist ne Verschlechterung der bisherigen Leistung, sollte man tatsächlich wegen Streß machen können. Aber ja, super Verbesserung 🙄


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