PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf



  • Hallo zusammen

    ich habe hier ein 4Port APU (genauer mehrer) - und das Thema dass 4 Ports eigentlich auch immer irgendwie zu wenig sind (hat mal ein User hier geschrieben)

    Jedenfalls finde ich die VLAN Thematik recht interessant - daher habe ich mich hier mal ein wenig eingelesen - obwohl einiges was ich probiere schon funktioniert habe ich aktuell 2 Punkte bei denen ich gerade seit Tagen fest hänge:

    Ausgangslage:

    Ich habe auf PFSENSE auf einem Freien Ethernet Port 4 VLANS angelegt mit den ID´s 100 - 103
    Diesen "Trunk Port" habe ich dann mit einem zufällig vorhandenen Zyxel Switch verbunden (Port1)

    Dabei ist dann Port1 auf Tagged gesetzt und Port 2-5 auf Untagged - zudem ist jedem Port von 2-5 eine VLAN ID zugewiesen (100-103) und jeder dieser Ports hat die dazu passende PVID (100-103)

    Soweit so gut - das Konstrukt funktioniert ich kann in PFsense die entsprechenden VLAN´s als Interfaces einbinden - alles gut.

    Frage1:

    Was nun aber nicht mehr geht - ich komme nicht mehr auf das ZYXEL Web Interface da dieses NICHT auf VLAN "horcht" sondern nur ohne VLAN im normalen LAN erreichbar ist.
    Ist das jetzt ein Denkfehler von mir - ein schlecht gemachtes OS des Zyxel oder habe ich irgendwas übersehen ?

    Frage2:

    Das Trunk Interface auf dem die VLAN´s auf der PFSENSE laufen darf (als NICHT VLAN) keine Interface zugeordnet werden - richtg ?



  • @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Ist das jetzt ein Denkfehler von mir

    Nein.

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    ein schlecht gemachtes OS des Zyxel

    Das trifft eher zu.
    Doch ist das in der unteren Preisklasse ganz üblich.

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Das Trunk Interface auf dem die VLAN´s auf der PFSENSE laufen darf (als NICHT VLAN) keine Interface zugeordnet werden - richtg ?

    Nein.
    Es gab früher mal Probleme mit dem gemischten Betrieb von tagged und untagged auf einem Interface. Das liegt aber schon ein paar pfSense Versionen zurück.

    Du kannst dem Trunk-Interface also auch ein untagged Interface einrichten, um den Switch über die pfSense erreichen zu können, ohne ein zusätzliches Interface opfern zu müssen.



  • Hallo

    vielen dank für deine Rückmeldung.

    Zu Punkt 1:

    Hier habe ich inzwischen die Option im Zyxel Switch gefunden welche mir ermöglicht das MGNT Interface auf ein anderes VLAN zu schalten - der Trick ist im Switch das VLAN 1 - darauf hängt anscheinend auch das MGNT Interface - von allen Ports zu trennen und dann auf einen Port zu legen auf dem das gewünschte VLAN anliegt.

    Nachteil - wird das VLAN an diesem Switch Hardware technisch nicht benötigt opfert man einen Port....

    Kann man bei 33 Euro aber verschmerzen - ansonsten kann der Zyxel alles was ich brauche ...

    Zu Punkt 2:

    Habe ich probiert - sobald ich das Interface aktiviere fängt aber dann irgendwas an "schief" zu laufen - Verbindungen brechen ab etc... - muss mich damit nochmals beschäftigen ...


  • LAYER 8 Moderator

    @viragomann said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    ein schlecht gemachtes OS des Zyxel

    Das trifft eher zu.
    Doch ist das in der unteren Preisklasse ganz üblich.

    Finde ich jetzt nicht wirklich.
    Es ist durchaus gängig, dass auch ein Switch wenn er VLANs beherrscht intern in der UI ein "Management VLAN" konfiguriert hat. Bei günstigem Blech ist das eben gern automatisch auf VLAN1/default gebrannt, so dass du den Switch nur von einem Port konfigurieren kannst, der noch normal/default ist. Im Normalfall lässt sich sowas aber schon irgendwo einstellen.

    @viragomann said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Du kannst dem Trunk-Interface also auch ein untagged Interface einrichten, um den Switch über die pfSense erreichen zu können, ohne ein zusätzliches Interface opfern zu müssen.

    Recht hat er, der @viragomann ich würde es aber einfach lassen. Bzw. rein technisch gesehen würde ich ggf. das Interface zuweisen aber nicht aktivieren, einfach nur damit man es in der UI benennen kann und nicht irgendwann versehentlich selbst zuweist.

    Wie in einem anderen Thread weise ich den Interfaces gern Namen zu wie

    • 1_WAN
    • 2_DMZ

    etc. damit man an Hand des Interfaces a) erkennt, an welchem Port das ganze spielt und b) man so in der UI auch gleich die Interfaces sortiert bekommt :)

    Aber ja wenn man "muss", kann man auch untagged das Interface zuweisen und das auch noch sprechen. Wenn man es aber "schön" machen will, sollte man solche untagged/tagged Mixturen vermeiden, schon allein vom Debugging her.

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Zu Punkt 2:
    Habe ich probiert - sobald ich das Interface aktiviere fängt aber dann irgendwas an "schief" zu laufen - Verbindungen brechen ab etc... - muss mich damit nochmals beschäftigen ...

    Sollte nicht sein, klingt aber so als würde irgendwas loopen. Billige Switche machen da gern mal Unfug und separieren VLAN 1 nicht sauber von den anderen, das könnte so ein Fall sein, eventuell aber auch nur ein anderes Konfigproblem. Wenn dus wie gesagt nicht (mehr) brauchst, lass es einfach, erspart viel graue Haare ;)



  • Hallo zusammen

    also ich hab jetzt den Zyxel Support kontaktiert und die Antwort bekommen dass die günstigen Managed Switche nur eine IP können ..... - WTF - was sitzen denn das für leute ?

    Ich habe das manual jetzt 2x durch und am Switch alles probiert was mir eingefallen ist - Management geht offenbar nur von VLANID1 (Local LAN)

    Weiss jemand einen 8 port Switch der unteren Preisklasse wo man die Management VLAN ID manuell setzten kann ?



  • Hallo

    ich konnte die Angelegenheit inzwischen klären.

    Der von mir verwendete Zyxel Switch kann das wirklich nicht ...
    Auch die Netgears dieser Preisklasse können es nicht.

    Bei Zyxel gehts ab 120 Euro los
    Bei Netgear ab 60 Euro -

    Ab diesen Switchen kann man das MGNT Interface auch auf ein VLAN legen.



  • @gtrdriver
    Hallo,

    danke für die Info.

    Ich frage mich doch, was an diesem Feature so aufwendig ist, dass es dieses nur in Geräte gibt, die gleich das Vierfache Kosten.



  • Hi

    aufwändig ist das m.E. sicher nicht - aber man braucht ja Gründe höherwertige Switches zu verkaufen und - speziell in meinem Fall - wäre das einzige Feature das ich von dem höherwertigen Netgear bräuchte diese Funktion ...

    In der Tat es ist so dass sich die Zyxel und die Netgear VLAN fähig im Preis quasi nicht unterscheiden.

    Der nächstteurere Netgear der das dann kann liegt bei ca. 60 Euro - das ist jetzt auch noch immer sehr günstig...


  • LAYER 8 Moderator

    Das Witzige ist, dass bei ~60€ die günstigen kleinen Switche von Unifi schon anfangen und die können MÄCHTIG viel mehr (durch den Controller) als nur ein bisschen VLAN. Da muss ich schon echt den Kopf schütteln, dass man VLAN 1/Default und Mgmt Separation heute noch so vermurksen kann.



  • @JeGr

    unifi 60EUR ? oki ich ghe mal suchen muss hier eh noch ein paar VLANs nachdrehen ...
    HomeOfiice die 2te :)



  • @gtrdriver

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    In der Tat es ist so dass sich die Zyxel und die Netgear VLAN fähig im Preis quasi nicht unterscheiden. Der nächstteurere Netgear der das dann kann liegt bei ca. 60 Euro ...

    Ich verstehe nie, warum man sich das Gelumpe von Netgear überhaupt noch antut. Außer den teuren 10G Managed Switches, die dann auch für SDVoE verwendet werden, ist das unterirdisches Consumer-Geraffel.
    Ich habe mal auf einer Messe mit dem PM der großen Netgear Geräte gesprochen. Ich hatte den Einwand, dass ich um diesen Hersteller immer einen Riesen Bogen mache und ihm das auch erklären können. Seine Antwort bestätigte meine Vorbehalte.
    Er war auch der Meinung, dass sich Netgear mit dem Consumer-Zeug für den Ruf in der Profi-Welt keinen Gefallen getan hätte...

    Wenn ich preislich einen Klemmer habe (oder den Neupreis einfach nicht einsehe), dann kaufe ich halt Cisco SG300 oder SG350 gebraucht über eine Auktionsplatform. Habe ich für mich bereits mehrfach selbst so gemacht. Finde ich viel besser als Netgear billigst zu kaufen und macht deutlich weniger Ärger.



  • Hallo

    ja - mit Netgear habe ich auch seit geraumer Zeit bausch schmerzen. - Ausfälle abstürze usw... und das auch bei einfachen "Unmanaged Switches" oder AP´s



  • ja um netgear und zyxel mache ich schon seit langer langer Zeit einen Bogen

    was ich allerdings immer mehr vorfinde ist TP Link ...
    ist irgendwie lustig wenn es mal rennt dann tut es

    VLAN hopping is not a Crime ;)


  • LAYER 8 Moderator

    @noplan said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    unifi 60EUR ? oki ich ghe mal suchen muss hier eh noch ein paar VLANs nachdrehen ...

    OK inzwischen durch doofen Dollar und anderweitig wieder etwas teurer, aber es gibt/gab auch schon Angebote, wo bspw. US-8er aus 5-er oder 10-er Integrator Käufen einzeln nochmal günstig weiterverschoben wurden, da hast du den statt für 90 auch schon für 70€ rum bekommen.

    https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/5578327_-unifi-switch-8-ubiquiti.html

    Und mit den neuen Plastik-Teilen (Flex) gibts eh schon sehr günstige (zwar nur 5 Port aber IMMERHIN!)

    https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/200129537_-unifi-switch-flex-mini-ubiquiti.html

    Und der 8er hat immerhin einen PoE Out Port und beide einen PoE in (wenn man sie nur via PoE betreiben will). Finde das im Gegensatz zu 60-70€ Netgear/TP-Link/sonstwas Knalltröt-Hardware doch wesentlich angenehmer, vor allem wenn man eh überlegt was mit WiFi zu machen (oder es schon hat). :)


  • LAYER 8 Moderator

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    ja - mit Netgear habe ich auch seit geraumer Zeit bausch schmerzen. - Ausfälle abstürze usw... und das auch bei einfachen "Unmanaged Switches" oder AP´s

    Dito. 1x 5 Port, 1x 8x Port - bisschen am Kabel ziehen oder an der Strombuchse drücken, alle LEDs springen an, Switch geht in TILT Modus, alles tot. Strom raus und rein dann gehts wieder.
    1x 16 Port unmanaged mit VLANs (alles übrigens die schicken Metalldinger) alle paar Wochen seltsamer Loss auf zwei-drei Ports. Reset/Stromlos geht wieder. Hängt sich einfach der Port auf. Schönen Dank auch ;)

    BTW: sollte noch jemand suchen - weils die Dinger nicht mehr gibt: Ich habe noch 2 sehr gut erhaltene HP 24-Port 1810er. Das sind die Teile, die auch LAGG und VLANs ordentlich können, passiv gekühlt sind und nen fetten normalen Kaltgeräte Stecker. 19" Kisten mit Rackwinkel, kann man aber auch abschrauben und aufn Tisch legen. Sind auch in warmer Umgebung völlig entspannt. Vielleicht braucht jemand was zum Spielen? :)



  • Ich hatte mit ZYXEL bisher nur gute Erfahrungen gemacht - genauso mit DLINK - NETGEAR gehört nicht dazu ...

    TPLink habe ich auch in einigen Projekten im Einsatz die werden besser - sagen wir es mal so ...

    BTW: ich hatte heute Nachmittag noch kontakt zum Support von TP-Link - First Level no way - also Second Level - wusste dann zumindest wovon ich rede - hat dann 15 Minuten rum gestammelt und meinte dann ich soll mal das und das probieren und mich morgen wieder melden ....



  • Hallo

    ich möchte hier noch kurz eine Rückmeldung geben:

    Mir ist grad wieder eingefallen dass ich im SOHO und Small Business Bereich oft von DLINK´s umgeben bin... die dort recht zuverlässig ihre Runden drehen ...

    Hab jetzt mehrere DLINKS Managed Switches angeschafft und was soll sich sagen

    Ja - die WEB Oberfläche ist ein wenig hölzern und schaut nach 1990 aus - dennoch :

    • Managed Lan (frei definierbares VLAN für das MANAGEMENT des Switches)
    • Priorisierung
    • VLAN Port Based und nach Standard

    Alles da - und preislich wirklcih MEHR als Fair !

    8 Port 35 Euro
    24 Port mit 4 SFP+ 115 Euro
    28 Port mit 4 SFP+ 128 Euro

    Eingerichtet - läuft !



  • @gtrdriver
    Günstig. Und wenn sie ihre Arbeit ordentlich machen, auch preiswert.

    DLINK Teile sind vor langer Zeit bei der einschlägigen Community in Verruf geraten und ich hab sie in der Folgen gemieden. Warum, weiß ich aber nicht mehr.

    Danke für den Tipp.



  • Na ja - sagen wir es mal so - es gab einige Skandale um DLINK - dabei ging es primär um Software Fehler bei Routern- einiges davon wurde gefixed .
    Dabei ging es um sicherheitskritische Lücken - offene SSH Zugänge - fehlerhafte Zertifikate usw...

    Bei einigen EOL Produkten hat DLINK das nicht mehr gemacht -

    Das wirft sicher kein gutes Licht auf die Firma - zumindest in diesen kreisen.

    Ich musste heute feststellen dass ich hier 7 Dlink Switches habe - alle aus der gleichen Serie - dabei sind alles Managed Switches mit L3 und L2 in verschiedenen HW Revionen von 2-4.

    Die laufen hier seit 4-5 Jahren absolut störungsfrei (ohne VLAN Nutzung ...)



  • Ja danke für den Hinweis mit den Revisionen der Hardware da muss man bei TPlink auch ordentlich aufpassen



  • Wir hatte in einigen Standorten mit HP Problemen, die alle auf die uralte Firmware zurück zu führen waren.
    Mit einem Update waren die dann über Jahre stabil und werden jetzt nach und nach getauscht, teilweise sind die vor 2010 verbaut worden.
    Ein 4000M war mindestens 1 Jahr ohne aktiven Lüfter in Betrieb, den konnte man kaum anfassen so weiß war der, lief ohne Fehler, die Dinger überleben fast alles.

    Von TP-Link hört man echt viel gutes, die haben auch gescheites Zeugs für wenig Geld.

    Aber jetzt mal Hand aufs Herz, du verkaufst einen Router für 50€ und dann ist da ein Bug drin, ok, kommt vor. Das sich bei den Kisten dann nach der EOL von 3 Jahren oder sowas der Fix nicht mehr rentiert ist auch logisch.
    Ne Fritz kostet neu halt mehr als das doppelte, da kann ich dann auch die angekündigten 5 Jahre Garantie SW Service erwarten, dafür habe ich halt dann auch 50€+ mehr bezahlt.
    Der die Firmware Programmiert will ja auch bezahlt werden und macht das nicht aus Spaß.

    Viele von den Kisten konnte man aber auch auf DDWRT oder anderes Flashen, ist aber dann halt mehr als buten Button drücken und Update läuft.
    Die Klientel ist bei AVM richtig aufgehoben, die können zwar nix laufen aber einigermaßen (Cabel) bis mega Stabil und Updates laufen hier teilweise sogar automatisch.



  • Wen man nicht unterschätzen sollte ist EdgeCore.
    Die bauen für ganz viele (wie HP, Dell, ... ) die Switche, auch die großen für SDN. Selbst sind sie zusätzlich noch mit SMC als Consumer-Marke unterwegs.

    Aber gerade bei SDN kommt es ja auf die Software an, aber wie gut EdgeCore in dem Bereich ist kann ich nicht einschätzen.



  • Moin,

    hier laufen seit 2014 einige Zyxel GS1910-24 und ein 1920, ohne Ausfälle also unauffällig.
    Kaufen würde ich sie allerdings nicht wieder.
    Dem 1910 fehlt mir hier nur ein Feature: Man die Ports nicht bennen, ansonsten würde ich ihn als preiswert nicht als billig bezeichnen. den 1920 mag ich in der VLan Konfiguration nicht. Dafür kann man Ports bennen... irgendwas ist halt immer ;-).

    Zuhause habe ich den 1910 und einen TP Link gegen Ciscos SG300-20 und SG220-26 getauscht, absolut klasse, besonders lieben meine Zwerge das zeitgesteuerte Portmanagement, einfach den Port abschalten und sie googeln sich, sobald wieder online, nach Fritzbox Kindersicherung hacken die Finger wund... 😅 😜

    -teddy



  • Hi

    ich hab hier jetzt 5 stück von DLINK ( DGS-1210-24) - die WEB oberfläche erinnert an Windows XP - und die VLAN Config ist - sagen wir mal hölzern - Ports kann man auch nicht benennen

    Dennoch machen sie das was sie sollen.....



  • @magicteddy
    sicher das beim 1910er die Ports nicht zu benennen sind?
    Zumindest beim 1900er kein Problem
    24202db3-083a-4b74-8ee8-4cfbffc2e3e2-image.png


  • LAYER 8 Moderator

    @gtrdriver said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    8 Port 35 Euro
    24 Port mit 4 SFP+ 115 Euro
    28 Port mit 4 SFP+ 128 Euro

    BTW wenn ich mir die Preise da anschaue:

    Klar etwas teurer sind die Unifi Kröten schon. Aber mit den neuen Unifi Switchen der Flex (Platik) Serie und dem Flex-Mini 5 Port für ~30-40€ ist der Einstiegspreis für nen Switch der managebar(!) ist, deutlich gesunken. Und die US-8er bzw. die USW-FLEX-8er sind da auch noch mit im Spiel. Klar bei 24 wirds dann etwas teurer, aber selbst der 24er ohne PoE Gedöns mit Gen2 und SFP+ Ports ist mit ~300€ (wiederum: voll managebar) schon ein Schnäppchen, zumal bei den Gen2 Kisten auch noch bei steht, dass die später wohl auch noch einige Layer 3 features bekommen sollen. Und dafür wären sie dann wirklich spottbillig. :)



  • Die Produktübersicht kann einen zwar am Anfang erschlagen aber klasse Produkte. Vor allem das Zusammenspiel aus Hardware und lizenzfreier Software machen diesen Hersteller auch für den Heimbereich sehr interessant. Man muss sich nur erstmal von dem Gedanken lösen, dass AVM für den Heimbereich schon das Maß aller Dinge ist.

    Ich würde mir nur endlich mal einen kleinen 5-8 Port Multigig Switch wünschen, der keine 600 Euronen kostet. Multitgig und Wifi6 hat Ubiquiti etwas verschlafen. Wifi6 werden wir wohl Ende des Jahres noch was sehen aber bei den kleineren Switch Serien scheint 2,5/5gbit RJ45 nicht absehbar.



  • Moin,

    @m0nji Ja, da bin ich sicher, schau selbst:
    Bildschirmfoto 2020-10-19 um 15.26.08.png

    Beim 1920 sieht es anders aus:
    Bildschirmfoto 2020-10-19 um 15.32.49.png

    -teddy



  • Da UniFi aber, laut meiner Einschätzung, eher für den Enterprise Bereich entwickelt, ist das klar das die nicht mit den neusten Features gleich um sich werfen. Dafür funktioniert das Zeugs dann wenn man es kaufen kann.

    Zu geil waren ja mal wieder die tollen neuen Intel Mainstream 2,5G Chips die nach dem Firmware Update nur noch 1Gibt machen weil sonst nur noch crushedp aus dem Teil raus kommt.

    Dann lieber ein wenig später, dafür reinschrauben, einstecken, Firmware drauf und vergessen.



  • @NOCling
    Da gehen die Einschätzungen wohl auseinander. Für mich ist Unifi noch nicht im Enterprise Markt stark vertreten wie z.b. Cisco Meraki oder HP Aruba. Diese Hersteller haben z.b. Wifi 6 sehr zuverlässig seit rund 2 Jahren im Angebot. Wir selber haben seit über 1,5Jahren ca. 60 Cisco Meraki AX APs im Einsatz.

    Daher finde ich es sehr schade, dass Unifi sich hier so viel Zeit lässt.
    Bzgl. Multigig Switches lassen sich alle Hersteller extrem viel Zeit und sowas wie die Netgear Reihe kommt mir nicht ins Haus. Die Enterprise Hersteller setzen vor allem auf 10G und nicht 2,5G und 5G, was bzgl. Energieeffizienz und Lautheit für den ambitionierten Heimbereich eher suboptimal ist. Zumindest für mich...


  • LAYER 8 Moderator

    @m0nji said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Ich würde mir nur endlich mal einen kleinen 5-8 Port Multigig Switch wünschen, der keine 600 Euronen kostet. Multitgig und Wifi6 hat Ubiquiti etwas verschlafen. Wifi6 werden wir wohl Ende des Jahres noch was sehen aber bei den kleineren Switch Serien scheint 2,5/5gbit RJ45 nicht absehbar.

    Warum gibts doch? Wie gesagt, der erste WiFi6 AP ging schon als Beta Hardware (komisches Konzept) in kleinen Mengen in den Verkauf:
    https://i.imgur.com/KgUOAV0.png

    Den gibts also schon, da läuft nur noch nicht die große Fertigung weil die Produktionsmäßig leider auch ausgebremst sind.

    Mit Multigig Switch meinst du diese Zwischenraten mit 2,5/5Gbps? Mal davon abgesehen, dass ich die irgendwie albern finde und es eher nervig ist, dass statt dessen 10G als Kupfer so unanständig teuer hochgehalten wurde, ja, da gibts auch mMn. ein wenig Defizit. Dass die Switche >16 Ports nicht alle gleich SFP+ haben - zumindest einen Port - und statt dessen 2x SFP verbaut hab ich nie verstanden. Aber hey.

    Einen Switch mit 10G und MultiGig Ports gibts aber - allerdings bislang einen und teuer, das ist wahr. Wünsche mir auch, dass der noch etwas günstiger wird. Aber sobald es den XG-6
    https://www.ui.com/unifi-switching/unifi-switch-xg-6poe/
    in günstiger gibt, würde ich mir den als Mini-Core (statt dem großen XG-16) sofort ins Rack hängen und meine Sense und den 24er Switch direkt auf den XG-6 hängen um 10G zu haben :D



  • @JeGr said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    @m0nji said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Ich würde mir nur endlich mal einen kleinen 5-8 Port Multigig Switch wünschen, der keine 600 Euronen kostet. Multitgig und Wifi6 hat Ubiquiti etwas verschlafen. Wifi6 werden wir wohl Ende des Jahres noch was sehen aber bei den kleineren Switch Serien scheint 2,5/5gbit RJ45 nicht absehbar.

    Warum gibts doch? Wie gesagt, der erste WiFi6 AP ging schon als Beta Hardware (komisches Konzept) in kleinen Mengen in den Verkauf:
    https://i.imgur.com/KgUOAV0.png

    Den gibts also schon, da läuft nur noch nicht die große Fertigung weil die Produktionsmäßig leider auch ausgebremst sind.

    Aber nicht im EU EA Store. Zumindest finde ich es nicht im EU Early Access Store. Aber das ändert ja auch nichts an meiner Aussage, dass Ende des Jahres noch was zu sehen sein wird.

    Bzgl. Multigig Switch 2,5/5Gbit: Ich finde schon, dass es seine Daseins Berechtigung hat. Zum einen können die NICHT-10-Gig Multigig Switchte mit passiver Kühlung betrieben werden, sofern es nicht gleich ein >8 Port ist. Das ist mir für den Heimgebrauch ohne eigenen Technikraum schon sehr wichtig. Zum anderen kommen immer mehr Geräte (Mainboards, Nucs, Modems, NAS) eben mit 2,5Gbit auf den Markt. Daher wäre für mich ein 8-Port Multigig Switch + 1 SFP+ Port der Königsweg um Bandbreiten >1Gbit im Heimnetzwerk zu etablieren.

    Und ja...der XG6-PoE wäre ein tolles Gerät, wenn er 200-300€ günstiger wäre und man da auch auf PoE verzichtet hätte. Für PoE gibt aktuell genug andere Switche...


  • LAYER 8 Moderator

    @m0nji said in PFSENSE und VLAN - ich habe ein Brett vor dem Kopf:

    Aber nicht im EU EA Store. Zumindest finde ich es nicht im EU Early Access Store. Aber das ändert ja auch nichts an meiner Aussage, dass Ende des Jahres noch was zu sehen sein wird.

    Nö hast du recht, wollte wie gesagt nur einwerfen, dass das eigentliche Produkt selbst schon relativ fertig ist und in den "Feldtest" gegangen ist :)

    Zum anderen kommen immer mehr Geräte (Mainboards, Nucs, Modems, NAS) eben mit 2,5Gbit auf den Markt. Daher wäre für mich ein 8-Port Multigig Switch + 1 SFP+ Port der Königsweg um Bandbreiten >1Gbit im Heimnetzwerk zu etablieren.

    Ist das nicht eher ein Henne-Ei Problem? Der Punkt ist doch eher, dass jahrelang 10G-Kupfer unnötig hochpreisig gehalten wurde so dass es kaum - außer sauteuer - verbaut wurde. Und anstatt das jetzt nach unten endlich mal günstiger zu machen damit es bei den Endkunden ankommt, bastelt man Zwischengrößen, weil man langsam auch bei Consumern wie Prosumern bei Datenraten > 1Gbps angekommen ist. Sei es NAS oder Internet, wo nun langsam die 1G Rate geknackt wird und dank SSD kann das auch entsprechend schnell weggesichert werden. Anstatt jetzt aber einfach mal alles auf den Next Step zu ziehen mit 10G wird unnötig ein neuer Standard dazwischengebastelt, der noch dazu nicht mit dem bisherigen 10G kompatibel ist - sprich ich brauche neue Switche, die statt nur 10G jetzt eben zusätzlich die Zwischensteps extra beherrschen müssen, was es wieder unnötig teurer macht. Deshalb meinte ich, es ist ein leidiges unnötiges selbstgemachtes Problem, weil man mit 10G-Kupfer einfach nicht richtig in den Massenmarkt gegangen ist und jetzt faule Kompromisse braucht. Das ärgert mich - nichtmal teure Switche von Arbeit können auf dem 10G Port 2,5 oder 5. Daher find ich es ziemlich unnötig und bescheuert und würde da lieber einen Push zu richtigen 10G Ports sehen, als kastrierte 2,5 oder 5er Ports, bei denen es dann meist eh kein großer Step mehr wären, gleich 10BaseT zu verbauen.

    Und ja...der XG6-PoE wäre ein tolles Gerät, wenn er 200-300€ günstiger wäre und man da auch auf PoE verzichtet hätte. Für PoE gibt aktuell genug andere Switche...

    Naja ich würde ihn einfach lassen wie er ist, der hat seine Bewandnis, denn so kann man (auch wenn ichs wie gesagt Unfug finde ;)) an die Kiste bspw. neuere große XG Access Points hängen, die dann auch mit dickerem LAN Uplink daher kommen, da sie mehr Radios verbaut haben für großere Campus/Event Szenarien. Und da will man auch gleich PoE. Daher passen die ganz gut als Uplink für 4 große XG Access Points mit 1-2x 10G Uplink hoch zu einem Backbone.

    Aber du hast wieder Recht: ein zweiter mit einfach nur 4(-6) 1/2,5/5er Ports und 1-2 10G Uplinks ohne PoE (oder nur mit einem) und günstiger so wie bei den normalen Switchen (Gen2-SW24-Pro vs -Pro-PoE) wäre sehr geil. Hoffe da tut sich dann noch was :(



  • Du darfst dich nicht so aufregen sonst bekommst du ein Magen Geschwür 😅

    Aber ich stimme dir zu. Der quatsch mit 2.5 und 5 GBit bei funktionierender 10g Technik ist dumm....

    Ich denke aber man will 10g schützen (preislich)


  • LAYER 8 Moderator

    Jup, darauf wirds rauslaufen. Und hey es regt mich nicht auf, ich schüttel nur einfach technisch den Kopf über den Quatsch. Zumal es eh einen Paradigmenwechsel bei Storage, ISP und Co gibt zu noch höheren Werten (40G, 100G, etc.) macht es keinen Sinn, weiter auf 10G als "enterprisey" rumzuhängen. Das ist wie beim 10/100er Switch zum 1G Wechsel - das kam auch immer mehr bei Pro- und Consumern an, weil man im Enterprise Sektor schon weiter war und da hat man auch nicht erst mit 2,5 oder 5G rumgekaspert 😄 Und wenn ich sehe, dass wir Storage Switche gerade austauschen und SANs auf QSFP mit 40G oder QSFP+ mit 100G und mehr gehen und das ähnliche Preise sind wie bei der Anschaffung von den reinen 10G Teilen seh ich das eben recht pragmatisch 🙂



  • Ich glaube die wollen zum einen mehr aus dem Kunden raus quetschen und zum anderen wird bei vielen @home bei 2,5-5 Ende sein, mehr geben die alten Kabel nicht her.
    10G ist auf über 30m schon eine harte Nummer für die zusammen getüddelten Kabel in alten Häusern.

    Im RZ hast du ja meist nur ein Patchkabel und dann ist das Blade halt mit 10G Base-T verbunden.
    Im Edge Bereich kommt dann noch mal hoffentlich CAT 7 Verlegekabel gescheite 6a Felder und Dosen und dann 100m später der Client.

    Und hier findest du hin und wieder auch Strecken die werfen Fehler und der Client läuft erst mit 100MBit stabil.

    Daher sehe ich das ein wenig anders.
    Und wenn der Chip sauber 10G kann, dann kann er auch 100, 1000, 2500 und 5000 sauber umsetzen, hat aber genug Fallback um jede Gurke zu betreiben.



  • @JeGr ich lass das so "unkommentiert" stehen. Deine Punkte sind absolut valide. Natürlich wäre der Wechsel von 1 auf 10Gbit der logische Schritt gewesen und der Zwischenschritt macht einiges komplizierter. Nur da die Industrie den Zwischenschritt gegangen ist, wünsche ich mir, dass Unifi mitmacht.


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