VoIP Aussetzer bei Magenta/Telekom vermeiden
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Der Post soll nur als Hilfestellung dienen und anderen die womöglich langwierige Fehlersuche ersparen.
Grundkonstellation: Magenta Zuhause Anschluss mit VoIP, pfSense und eine TK-Anlage.
Zumindest bei unserer TK der Marke Auerswald, aber wahrscheinlich auch bei anderen Herstellern, könnte es zu Aussetzern in Gesprächen kommen. Derart, dass entweder der Ton weg bleibt, oder das ganze Gespräch als aufgelegt gehandhabt wird.
Ursache: DNS-Auflösung
Wenn man eigene DNS Server auf der pfSense eingetragen hat, antworten die mit "unbequemen" IPs auf Anfragen für tel.t-online.de, was einen ständigen Wechsel zwischen den Servern zur Folge hat mit o.g. Problemen. Als Beispiel sei hier 1.1.1.1 erwähnt.
Das kann man auch gut in den Firewall-Logs beobachten, alle 15-60min eine neue 5060 Verbindung in den 217.x.x.x Bereich.
Abhilfe: DNS durch Provider setzen lassen unter Allgemeinen Einstellungen und "DNS-Server Überschreibung" aktivieren.
Festes setzen der dann ermittelten DNS-Server ist im übrigen nicht empfohlen. Hintergründig ist hier vermutlich eine Lastenverteilung die von der Telekom betrieben wird über ggf. auch wechselnde DNS-IPs.
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@sebden wäre das Einrichten einer entsprechenden "forward-zone" via "Custom options" nicht trotzdem eine gangbare Alternative?
forward-zone: name: "tel.t-online.de" forward-addr: 217.237.148.22
aber du hast schon recht, mir wäre es auch lieber, wenn man die DNS Server, die man bei der Einwahl vom ISP mitgeteilt bekommt, irgendwie geschickt an Unbound durchreichen könnte, siehe: https://forum.netgate.com/topic/167771/unbound-forward-certain-queries-to-dns-servers-assigned-by-a-ppp-server-on-wan. Technisch machbar wäre das auf jeden Fall, aber das ist halt die Nische der Nische, von daher absolut verständlich, dass es momentan wohl nicht geht.
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Woher stammt die Adresse aus dem Foreward-Eintrag? forward-addr: 217.237.148.22
Wenn man mit dem Eintrag wieder einen festen DNS-Server für tel.t-online.de anspricht, wäre es vermutlich kontraproduktiv.
Die gelieferten DNS könnten sich ja täglich ändern, daher wurde mir geraten, diese nicht fest einzugeben. Und das Ergebnis der Abfrage für tel.t-online.de scheint über einen Lastenausgleich der Telekom immer gezielte wechselnde IPs auszugeben welche dann von der TK genutzt werden sollen.
Aktuell wären das bei mir folgende DNS: 217.237.151.142 & 217.237.150.188
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@sebden said in VoIP Aussetzer bei Magenta/Telekom vermeiden:
Woher stammt die Adresse aus dem Foreward-Eintrag? forward-addr: 217.237.148.22
Das ist der primäre DNS-Server, der mir von der Telekom via PPPoE zugewiesen wird.
Wenn man mit dem Eintrag wieder einen festen DNS-Server für tel.t-online.de anspricht, wäre es vermutlich kontraproduktiv.
Obiger DNS-Server wird mir gefühlt seit 20 Jahren von der Telekom zugewiesen. Der ist halt geografisch am nächsten an mir dran.
Die gelieferten DNS könnten sich ja täglich ändern
Die können sich nur dann ändern, wenn die PPPoE-Verbindung neu aufgebaut wird, welche bei der Telekom an Privatkundenanschlüssen erst nach 180 Tagen zwangsgetrennt werden.
Und das Ergebnis der Abfrage für tel.t-online.de scheint über einen Lastenausgleich der Telekom immer gezielte wechselnde IPs auszugeben
Ja, aber das hat doch überhaupt gar nichts damit zu tun, welchen DNS-Server der Telekom man fragt. Die liefern alle das gleiche Ergebnis.
Aktuell wären das bei mir folgende DNS: 217.237.151.142 & 217.237.150.188
Du wohnst halt in der Nähe von Stuttgart (217.237.151.142) und Ulm (217.237.150.188) und ich in der Nähe von Darmstadt (217.237.148.22) und Frankfurt (217.237.150.51).
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Alles klar, verstanden soweit.
Frage dazu:
Beißt sich das Forwarding mit der Option "Use SSL/TLS for outgoing DNS Queries to Forwarding Servers" ?
Geht um diese Info in der Option: "Note that ALL configured forwarding servers MUST support SSL/TLS queries on port 853"
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Eher nein, aber das ist doch im Zweifel schnell ausprobiert oder nicht?
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@sebden said in VoIP Aussetzer bei Magenta/Telekom vermeiden:
Abhilfe: DNS durch Provider setzen lassen unter Allgemeinen Einstellungen und "DNS-Server Überschreibung" aktivieren.
Ja das ist bei den meisten Telekom SIP Anschlüssen notwendig, man kann diese Anschlüsse in der Regel auch nur vom dem Internetzugang nutzen zu dem die Nummer gehört.
Ich bin froh das wir vor vier Jahren die Telefonie vom Internetanschluss getrennt haben, das erspart einem viel Ärger :)
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Bei mir ist die pfSense als Resolver für DNS konfiguriert. Für VOIP ist nur eine Outbound NAT Rule mit Static Port definiert, keine Portweiterleitungen.
Im IP-Telefon ist für die SIP-Konten DNS-NAPTR als Transport eingestellt (alternativ gibt es auch DNS-SRV), da die alte Auflösung über den A-Record von tel.t-onlne.de nicht mehr funktioniert. Keep-Alive ist bei 30 s.Bis jetzt habe ich noch keinerlei Abbrüche feststellen können.
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