pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss



  • Hallo,
    bei uns steht demnächst ein Umstieg von einer klassischen, aktuellen ISDN-Anlage (OpenScape Business X5W, IP-fähig) mit ISDN-Anlagenanschluss auf einen Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss an. Die ISDN-Anlage ist bisher an die NTBAs angeschlossen und parallel über ein LAN-Kabel an das Netzwerk (für Software-Updates).

    Das Setup wird dann künftig sein: Modem->pfSense ->ISDN-Anlage mit RJ45 Anschluss

    Ich werde wohl die ISDN Anlage an einen eigenen Netzwerk-Port der pfSense klemmen, damit ich das Netzwerk (die Anlage) isoliert habe. Oder bietet es sich wegen QoS an ein VLAN im gleichen Netzwerk zu verwenden?
    Wir haben nur ein lokales Netzwerk: 10.21.35.X / 24

    Ich habe den Artikel "Telekom VoIP Einstellungen" gesehen, aber da geht es ja mehr um "normale" VoIP-Anschlüsse.

    Nach dem PDF der Telekom: https://geschaeftskunden.telekom.de/blobCache/umn/uti/335632_1518087875000/blobBinary/Einrichtungshilfe.pdf
    muss ja im WAN nichts freigeschaltet werden? Nur LAN (TCP/UDP) braucht vollen Zugriff. Bei uns entspricht das dann Anschluss der Anlage gem. Ziffer 3.2.
    Die Anlage sollte dann in den Registered Mode.

    Hat hier jemand Erfahrung mit Einstellungen der pfSense mit SIP-Trunk?
    Ich denke an notwendige Freigaben (Firewall), NAT und QoS bzw. sonstige Einstellungen die Probleme machen (z.B. Disable Scrub)

    Genutzt wird das ganze mit einer variablen IP (feste IP wäre möglich).

    Das NAT der pfSense ist bislang im "Manual Outbound NAT rule generation.
    (AON - Advanced Outbound NAT)" Modus.
    In Advanced ist "NAT Reflection mode for port forwards" "disabled" eingestellt.

    Wäre sehr dankbar, wenn jemand das Ganze schon problemlos eingerichtet hat.


  • Rebel Alliance

    Hier schau mal, gleiches Thema?

    Direkt an die Sense angeschlossen ist grundsätzlich die bessere Wahl, und QoS benötigt kein VLAN.



  • Hallo mike69,
    der von dir verlinkte Artikel hat leider nichts mit meinem anliegen gemeinsam. Dort geht es um einen ISDN-Adpater.

    Mir geht es darum eine IP-fähige Anlage an einem Telekom SIP-Trunk Anschluss in der pfSense zu konfigurieren.



  • Hallo,
    ich versuche es jetzt noch einmal. In der pfSense habe ich die UDP Timouts auf moderatere Werte gestellt.
    In dem Thread für VoIP für Privatkunden wird empfohlen folgende NAT Regel zu erstellen:

    Interface: WAN Protocol: UDP Source: IP/Alias des Telefons/FritzBox
    Address: Interface Address Port: Static Port anhaken

    Ich denke diese NAT Regel wird bei SIP-Trunk nicht funktionieren. Im technischen Handbuch der Telekom steht unter anderem:

    "Es wird empfohlen, kein statisches Port-Mapping zu verwenden, sondern dynamisches Pinholing in Kombination mit Keep-Alive."

    Kann mir das jemand in "pfSense deutsch" übersetzen? So wie ich es verstehe, funktioniert das Ganze mit der "Normalen" Automatic NAT Rule? Oder was ist dynamisches Pinholing? Keep-Alive betrifft ja dann eher die Telefonanlage meinem Verständnis nach.

    Auszüge aus dem Handbuch:

    5.5 siP oVer tcP (kein udP)
    Der SIP-Trunk-Dienst der Telekom unterstützt ausschließlich TCP für die SIP-Signalisierung. UDP wird (im Gegensatz zu den Privatkundenprodukten der Telekom) nicht unterstützt. Nicht alle TK-Anlagen und SIP-Clients der Telekom unterstützen dies per Default.
    Die Sprachdaten (RTP) werden über UDP übertragen!

    5.6 stun
    Die VoIP-Plattform der Telekom hat eine eingebaute automatische NAT-Erkennung.
    • Hierfür muss die TK-Anlage symmetrisches RTP unterstützen, d.h. bei ein- und ausgehenden Gesprächen muss die TK-Anlage den RTP-Strom selbst als erstes aufbauen. Nach drei eingegangen RTP-Paketen erkennt die Plattform den Datenstrom und baut ihrerseits zur selben Port (und IP) eine RTP-Verbindung auf. Die Erkennung basiert auf der abgehenden IP (aus dem SIP-Paket) desangesprochenenTelekomGateways(ausdemSDP)unddenangesprochenenGateway-IP-Ports(SDP). WeitereAngaben im SDP (insb. TK-seitige IPs und Ports) werden ignoriert.
    • STUN „torpediert“ diese NAT-Erkennung, da die Plattform NAT nicht mehr erkennen kann.
    • Wenn STUN zum Einsatz kommt, muss aus jeden Fall sichergestellt sein, dass eingehende RTP-Verbindungen akzeptiert werden (mit einer normalen NAT-Firewall ist dies normalerweise nicht möglich), da die Plattform kein symmetrisches RTP
    anwendet.
    • STUN sollte daher nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.
    • Mit symmetrischen NAT ist eine Verbindung in Verbindung mit STUN in der Regel gar nicht möglich. Einige Router (z.B. Bintec)
    bieten aber mittels eines Assistenten die Möglichkeit, auf "Full Cone" NAT umzustellen. Damit ist dann eine Verbindung auch möglich, wenn die TK-Anlage STUN erzwingt.

    5.7 symmetrisches rtP / nAt-erkennung /stun
    Die VoIP-Plattform der Telekom hat eine eingebaute automatische NAT-Erkennung. Hierfür muss die TK-Anlage symmetrisches RTP unterstützen. STUN „torpediert“ diese NAT-Erkennung und sollte nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.

    11.3 iP & Port-rAnges
    Für vom Kunden initiierte Verbindungen zu SP-SSEs der Deutschen Telekom werden die in Kapitel 5.7 genannten Zielports verwendet:
    Da jede Verbindung vom Client initiiert und am Leben erhalten werden soll, werden TCP-Sitzungen auf Basis von RFC5923 wiederverwendet. NAT-Pinholing- und Firewall-Richtlinien sollten für diese einzelne Sitzung dynamisch durch das erste TCP-Paket festgelegt werden.
    Der Quellport für RTP wird durch die PBX definiert und es wird davon ausgegangen, dass alle NAT-Bindungs- und Firewall-Regeln durch die ursprünglichen ausgehenden RTP-Pakete festgelegt werden. Der Ziel-Port für die RTP-Payload wird innerhalb des SDP- Angebots/Antwort von SP-SSE definiert.
    Es wird empfohlen, für RTP und RTCP ein aufeinander folgendes Paar Ports gemäß RFC 3550 zu verwenden. Auch das RTCP- Attribut in SDP wird gemäß RFC 3605 unterstützt.
    Da symmetrisches RTP verwendet wird, ist es nicht notwendig, Ports für eingehenden Datenverkehr zu konfigurieren.
    Es wird empfohlen, kein statisches Port-Mapping zu verwenden, sondern dynamisches Pinholing in Kombination mit Keep-Alive.
    Wenn Sie den Static Mode verwenden, müssen Sie Ihren listening port für SIP definieren. Die Verwendung des Static Mode ohne vom Client initiierte Verbindungen würde zu einem hohen Risiko eines Pinhole für die SIP-Kommunikation führen. Aufgrund hochskalierbarer Cluster von SP-SSEs der Deutschen Telekom ist es nicht geeignet, die Quell-IPs der Deutschen Telekom einzuschränken. Es ist vorzuziehen, stattdessen Client-initiierte Verbindungen zu verwenden und jeglichen eingehenden Datenverkehr außer dieser Verbindung zu blockieren.
    Bitte beachten Sie, dass die Deutsche Telekom über verschiedene Mechanismen verfügt, um jede Art von Missbrauch zu vermeiden. Daher ist es nicht erlaubt, beliebig viele TCP-Sessions einzurichten (z.B. eine separate TCP-Session für jeden Anruf / INVITE), da die Anzahl der TCP-Sessions auf fünf pro IP-Adresse beschränkt ist.

    11.4 stun
    STUN sowie TURN und ICE werden für DeutschlandLAN SIP-Trunk nicht unterstützt. Diese führen dauerhaft zu Problemen - z.B. bei der Verwendung von symmetrischem NAT - , daher wird dringend empfohlen, diese Funktionen nicht zu nutzen. Bitte beachten Sie die Hinweise zu STUN in Kapitel 5.5.
    Konkret führt die Verwendung von STUN dazu, dass die IP-Adressen im TCP mit den IP-Adressen im SDP übereinstimmen. Daher kann die SP-SSE nicht mehr feststellen, ob NAT vorliegt und führt dementsprechend auch kein symmetrisches RTP mehr durch.
    Bitte beachten Sie die Empfehlung für NAT (siehe Kapitel 5.5 ff.), um Schwierigkeiten durch die private Netzwerktopologie zu überwinden.
    Bitte beachten Sie:
    Einige ältere vordefinierte Konfigurationsvorlagen sowie einige Vorlagen für Retail und DeutschlandLAN IP Voice/Data enthalten Einstellungen für STUN. Diese Vorlagen sollten nicht verwendet werden und durch Firmware-Updates der SIP-PBX-Hersteller ersetzt werden. Alternativ können Sie versuchen, es im Setup zu deaktivieren, wenn Probleme auftreten.

    11.5 nAt trAVersAl
    Durch die Verknüpfung des lokalen Netzwerks (LAN) des Unternehmens mit dem Wide Area Network (WAN) ist die Verwendung von Network Address Translation (NAT) eine gängige und weit verbreitete Methode. RFC 3489, Kapitel 5.5 ff., gibt einen groben Überblick über die relevanten NAT-Typen. Dennoch kann das spezifische NAT-Verhalten der PBX-Anbieter variieren.
    Diese Mechanismen führen häufig zu Ausfällen der SIP-Kommunikation, da SIP IP-Adressen und Transportportnummern verwendet werden, die in Header (z.B. SDP) und verschiedenen Header-Feldern kodiert sind. Im LAN enthaltene Telefonanlagen verwenden ihre private lokale IP-Adresse für diesen Header, es sei denn, sie haben Informationen über das IP- und Port-Mapping in das Internet. Ohne diese Adressen und Ports sind die in Headern gesendeten Informationen im Prinzip unbrauchbar. Es wurden Mechanismen eingeführt, um Informationen über die öffentlich erreichbaren IP- und Transportports zu erhalten, wie Session Traversal Utilities for NAT (STUN, RFC 5389), Traversal Using Relays around NAT (TURN, RFC 5766) oder Interactive Connectivity Establishment (ICE,
    29 Deutsche Telekom AG | Oktober 2018
    DeutschlandLAN SIP-Trunk | Technische Unterlage
    RFC 5245). Aber sie sind unzuverlässig und leiden unter einer Reihe von Problemen, insbesondere bei einigen NAT-Typen (z.B. symmetrisches NAT).
    DeutschlandLAN SIP-Trunk bietet einen ausgeklügelten Mechanismus für Hosted NAT Traversal. Dieser Mechanismus sucht nach vorhandenen IP-Bindungen zur TK-Anlage und ermittelt die vermutete IP-Adresse und den Transportport anhand des Registrierungskontextes, des Kontaktheaders aus SIP und der Medieninformationen aus SDP oder identifiziert die Quelle anhand der IP-Header-Informationen.
    Durch diesen Mechanismus ist jeder NAT-Traversal-Mechanismus an der TK-Anlage überflüssig. STUN, TURN und ICE werden von SIP-Trunking NGN selbst nicht unterstützt, da unbeabsichtigte Nebenwirkungen auftreten können. Wichtig ist, dass alle Protokolle beim Kunden deaktiviert sind.
    Auch die Verwendung dieser Mechanismen von anderen Servern wird ausdrücklich nicht empfohlen.
    Gemäß 1TR118 sollen SIP UAs, die ihre öffentliche IP-Adresse und Informationen über öffentliche Ports kennen, diese Informationen in VIA und CONTACT-Header senden. Die IPv4-Adresse muss in ihrem oktalen Format dargestellt werden. In IPv6 soll dies RFC 4291 entsprechen.
    SIP UAs, die die öffentliche IP-Adresse und Informationen über den öffentlichen Port nicht kennen, senden eine private IP-Adresse (RFC 1918) in VIA und CONTACT-Header. In diesem Fall aktiviert SIP-Trunk eine NAT-Traversal-Funktion und sendet SIP- Nachrichten an den SIP UA mit dem gleichen Transportprotokoll auf der gleichen IP-Adresse und Portnummer wie vom Benutzer empfangen.
    Media Sessions müssen die gleichen IP-Adressen verwenden, die auch für die SIP-Signalisierung verwendet werden. Wird eine private Adresse im Kontakt-Header angegeben, dann ignoriert die NAT-Traversal-Helper-Funktion alle m=-Zeilen- oder c=- Zeileninformationen mit Transport IP-Adressen und Portnummern. Die Call-Control verwendet die von der SIP-Signalisierung verwendete IP-Adresse und sendet Medien an diese IP-Adresse. Bei der NAT-Traversal-Funktion wird die Portnummer des zu sendenden Mediums durch das erste vom SIP UE empfangene RTP-Paket bestimmt. In diesem Fall muss SIP UE nach dem Abrufen oder Erzeugen einer SDP-Antwort Medienströme mit mindestens drei RTP-Paketen senden, auch wenn keine Medien abgespielt werden. Inaktive, nur sendende oder nur empfangende Attribute sollten dabei ignoriert werden.



  • @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Hallo,
    ich versuche es jetzt noch einmal. In der pfSense habe ich die UDP Timouts auf moderatere Werte gestellt.
    In dem Thread für VoIP für Privatkunden wird empfohlen folgende NAT Regel zu erstellen:

    Interface: WAN Protocol: UDP Source: IP/Alias des Telefons/FritzBox
    Address: Interface Address Port: Static Port anhaken

    Ich denke diese NAT Regel wird bei SIP-Trunk nicht funktionieren. Im technischen Handbuch der Telekom steht unter anderem:

    "Es wird empfohlen, kein statisches Port-Mapping zu verwenden, sondern dynamisches Pinholing in Kombination mit Keep-Alive."

    Kann mir das jemand in "pfSense deutsch" übersetzen? So wie ich es verstehe, funktioniert das Ganze mit der "Normalen" Automatic NAT Rule? Oder was ist dynamisches Pinholing? Keep-Alive betrifft ja dann eher die Telefonanlage meinem Verständnis nach.

    Servus,
    vermutlich geht es um einen ggü der Telekom-SIP-Server geöffneten Port, schätzungsweise 5060.
    Also eingehend TCP/UDP von TELEKOM an WAN-Adresse auf 5060.

    In der normalen Konfig eines SIP-Anschlusses wird von innen zur Telekom eine Verbindung aufgebaut und über den Rückweg seitens Telefkom dann auch z.B. die Anrufsignalisierung geschickt.

    Zum Verzicht auf static port kann ich nichts sagen. Ich habe das bisher bei ausnahmslos allen Anschlüssen benötigt. Allerdings war da bisher kein Trunk dabei. Rein technisch sehe ich aktuell nicht, warum das nicht notwendig sein soll. Es geht schließlich darum, den RTP-Stream nicht zu unterbrechen. Zumindest ist das mein Kenntnissstand.

    Ich stehe in einigen Wochen aber vor genau der gleichen Situation: 4-B-Kanäle werden auf SIP-Trunk umgestellt.



  • Hallo tpf,

    vielen Dank für deine Stellungnahme. Da wir wahrscheinlich erst etwas später umgestellt werden, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du danach die NAT-Konfiguration posten könntest, die dann funktioniert hat (wenn es denn funktioniert ;D).
    Entspricht bei dir die Konfiguration auch gemäß Ziffer 3.2 des oben genannten Dokumentes, also 1 IP-Telefonanlage die sich mit 1 lokalen IP über pfSense mit der Telekom verbindet?
    Wir setzen Systemtelefone der Anlage ein, also managed die Telefonanlage die Verbindung mit der Telekom und nicht einzelne Telefone.

    Sofern ich vorher etwas seitens der Telekom in Erfahrung bringe, werde ich es hier ebenfalls posten.



  • Was für eine PBX ist es denn?
    Wir haben hier den SIP Trunk der Telekom und andere SIP Anschlüsse, beide kommen komplett ohne Portforwarding aus.
    Wichtig ist nur das man qualify=yes setzt.



  • @slu said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Was für eine PBX ist es denn?
    Wir haben hier den SIP Trunk der Telekom und andere SIP Anschlüsse, beide kommen komplett ohne Portforwarding aus.
    Wichtig ist nur das man qualify=yes setzt.

    Hallo slu,
    wie eingangs geschrieben ist das eine "Unify OpenScape Business X5W".
    Nach einer Google Suche gehe ich davon aus, dass ihr eine Asterisk Anlage habt.

    Habt ihr im Zuge der Umstellung auf SIP-Trunk überhaupt nichts in der pfSense geändert?
    Also auch keine UDP Timeout-Limits, etc.? Ich setzte dabei natürlich voraus, dass die Firewall Rule jeglichen Datenverkehr zum WAN zulässt.


  • Rebel Alliance Moderator

    @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Habt ihr im Zuge der Umstellung auf SIP-Trunk überhaupt nichts in der pfSense geändert?
    Also auch keine UDP Timeout-Limits, etc.? Ich setzte dabei natürlich voraus, dass die Firewall Rule jeglichen Datenverkehr zum WAN zulässt.

    Also um den Punkt mal kurz aufzugreifen: Wir mussten bislang an so gut wie keiner Kundeninstallation bezüglich VoIP irgendwelche UDP Timeouts erhöhen, wenn alle Ports und Kommunikationsbeziehungen ordentlich definiert und freigegeben waren. Denn dann fordert entweder die Anlage selbst einen Keepalive an bzw. sendet einen, oder bekommt vom SIP Trunk/Anbieter entsprechend ihr Signalling von extern rein. Aber UDP State Timeouts o.ä. mussten wir noch nirgends verlängern, egal ob mit multiplen SIP Clients oder mit SIP Anlage gearbeitet wurde.



  • @jegr said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Wir mussten bislang an so gut wie keiner Kundeninstallation bezüglich VoIP irgendwelche UDP Timeouts erhöhen, wenn alle Ports und Kommunikationsbeziehungen ordentlich definiert und freigegeben waren.

    @JeGr Danke für die Stellungnahme. Hast du dabei konkrete Erfahrungen zu den von dir genannten "Definitionen und Freigaben" der Ports und Kommunikationsbeziehungen beim Telekom SIP-Trunk, da es mir gerade darum geht dies vorzubereiten?



  • wie eingangs geschrieben ist das eine "Unify OpenScape Business X5W".

    Hab ich übersehen, sorry.

    Nach einer Google Suche gehe ich davon aus, dass ihr eine Asterisk Anlage habt.

    Was google alles weiß, ja eine STARFACE PBX.

    Habt ihr im Zuge der Umstellung auf SIP-Trunk überhaupt nichts in der pfSense geändert?

    Nein, ich hab auf der STARFACE nur das qualify=yes aktiviert, läuft wie eine eins.

    An einem Standort haben wir noch den Telekom SIP Trunk, am großen Standort sind wir von der Telekom weg bzw. haben direkt von ISDN auf einen anderen SIP Anbieter gewechselt.


  • Rebel Alliance Moderator

    @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Definitionen und Freigaben" der Ports und Kommunikationsbeziehungen beim Telekom SIP-Trunk, da es mir gerade darum geht dies vorzubereiten?

    Dazu gibt es im Normalfall auch bei der Telekom irgendwo Dokumentation, welche Ports und IPs hier zur Kommunikation freigegeben bzw. -geschaltet werden müssen. 5060/udp als SIP Port wird definitiv dabei sein und ansonsten sind noch einige RTP/RTSP Port-Ranges mit dabei, was aber wie gesagt stark vom Anbieter und Anlage abhängig ist. Da wir selbst Telekom nicht nutzen, kann ich dazu leider keine Doku verlinken, die solltest du aber auf Nachfrage sicher irgendwo bei der Telekom finden oder bekommen.

    Grüße



  • @JeGr : Ok, dank dir. Da haben wir wohl etwas aneinander vorbeigesprochen. Dir geht es um die "Firewall Rules" für das betroffene, lokale Interface an dem die TA hängt, damit diese entsprechenden (ausreichenden) Zugriff auf das WAN hat.
    Mir geht es mehr um die Frage ob im Sinne des NAT aufgrund der Systematik des SIP-Trunk etwas beachtet werden muss, bei der Interaktion zwischen Interface und WAN.
    Die TA hat bei uns vollen Internetzugriff (alle Ports und alle Protokolle) unter Ausschluss des Zugriffs auf andere lokale Netzwerke. Die TA hängt mittlerweile als einzelne IP in einem eigenen Subnetz an einem eigenen physischen Port der pfSense.

    Deiner Aussage entnehme ich inzident jedoch, dass bei euch am NAT nichts geändert werden musste. Mal sehen wie es bei der Telekom ist. Laut @slu scheinbar ebenfalls ohne "besonderes" NAT und vielleicht kann @tpf ja auch nach der Umstellung noch etwas beitragen.

    @slu Mich würde noch interessieren ob du noch etwas bezüglich QoS / Traffic Shaping an den Anschlüssen gemacht hast um VoIP zu priorisieren? Nach dem Telekomdokument liest sich das so, dass die Telekom "für die Leitung" automatisch eine Priorisierung des VoIP Verkehrs vornimmt und demnach in der pfSense kein Traffic Shaping erforderlich wäre?


  • Rebel Alliance Moderator

    @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    @JeGr : Ok, dank dir. Da haben wir wohl etwas aneinander vorbeigesprochen. Dir geht es um die "Firewall Rules" für das betroffene, lokale Interface an dem die TA hängt, damit diese entsprechenden (ausreichenden) Zugriff auf das WAN hat.

    Nein mir geht es um EIN- wie ausgehende Verbindungen. Man muss SIP auch zur Anlage reinlassen, sonst hat man wieder ganz andere Probleme.

    Mir geht es mehr um die Frage ob im Sinne des NAT aufgrund der Systematik des SIP-Trunk etwas beachtet werden muss, bei der Interaktion zwischen Interface und WAN.

    Ja wurde auch mehrfach gesagt. 5060/udp muss rein wie raus können und dazu nicht randomisiert werden, also abgehend 5060 muss 5060 bleiben, daher "static port".

    Die TA hängt mittlerweile als einzelne IP in einem eigenen Subnetz an einem eigenen physischen Port der pfSense.

    Dann muss die abgehende NAT Regel für die Anlage entsprechend angepasst sein.



  • Ich habe das mit den UDP-Timeouts auf 35 Sekunden gesetzt, da z.B. die AGFEO ES516 zu selten einen KeepAlive gesendet hat. Bei einer Fritte geht das ja alle 30 Sek.

    Ansonsten betone ich noch einmal: ausgehend frei, eingehend nichts geändert. Einzig static port für die TK-Anlage definiert und gut. Funzt, bis auf die AGFEO, und die hatte wohl Firmwareprobleme, überall einwandfrei. Ich werde selbige Konfig auch für den Trunk verwenden.



  • @tpf
    Meiner vorläufigen Einschätzung nach wird das mit dem Static Port bei SIP-Trunk nicht funktionieren bzw. wird zumindest nicht empfohlen.
    Bei SIP-Trunk gibt es den "registered mode" und den "static mode", wobei ersterer seitens der Telekom gewählt werden sollte. Hierzu verweise ich auf Ziffer 2 Zeile 11, Ziffer 4.5 und insbesondere Ziffer 11.3 der technischen Unterlage der Telekom zum SIP-Trunk: PDF
    Ein "listening Port" für SIP ist nur im "static mode" erforderlich.

    Die Aussage von @slu scheint das ja zu bestätigen. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und würde es begrüßen, wenn du nach der Umstellung ein kurzes Feedback geben könntest. Ich weiß insoweit nicht ob pfSense hier eine "Besonderheit" macht mit den "randomized ports" beim NAT.

    @JeGr Ich kenne die Vorgehensweise bei den von dir konfigurierten Anbietern nicht, aber bei der Telekom muss man keine Öffnung von außen (WAN) vornehmen. So wie ich es verstehe nutzt die Telekom eine ausgehende Verbindung (state) von der Anlage kommend quasi als Rückverbindung für die Erreichbarkeit der Anlage und das ist ja grundsätzlich automatisch der Fall (Stateful Packet Inspection), da sonst schon keine ausgehende Verbindung möglich wäre. Daher ist auch das NAT keep-alive erforderlich bzw. erhöhte UPD Timeouts (je nach Dauer des keep-alive der Anlage, wenn dies "zu lange" ist).
    Vorausgesetzt ist aber sicherlich, dass die TK-Anlage (bzw pfSense) die ausgehende Verbindung zur Telekom auf den notwendigen Ports, etc. vornehmen kann, also entsprechende Verbindungen auf dem Interface gestattet sind (Zugriff vom Interface der Telefonanlage eingehend bei pfSense auf das WAN).



  • @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    @tpf
    Meiner vorläufigen Einschätzung nach wird das mit dem Static Port bei SIP-Trunk nicht funktionieren bzw. wird zumindest nicht empfohlen.
    Bei SIP-Trunk gibt es den "registered mode" und den "static mode", wobei ersterer seitens der Telekom gewählt werden sollte. Hierzu verweise ich auf Ziffer 2 Zeile 11, Ziffer 4.5 und insbesondere Ziffer 11.3 der technischen Unterlage der Telekom zum SIP-Trunk: PDF
    Ein "listening Port" für SIP ist nur im "static mode" erforderlich.

    Die Aussage von @slu scheint das ja zu bestätigen. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und würde es begrüßen, wenn du nach der Umstellung ein kurzes Feedback geben könntest. Ich weiß insoweit nicht ob pfSense hier eine "Besonderheit" macht mit den "randomized ports" beim NAT.

    Ich lese das PDF so: es ist keine eingehende NAT-/Firewallkonfig vorzunehmen, um Verkehr auf bestimmte Ports zu beschränken, sondern diese durch Verbindungsaufbau intern -> extern zu bestimmen.

    Das ist Konsens und wird heute bei allen Anschlüssen von mir so gemacht. Die von mir genannte "static port"-Option im Outbound-NAT sorgt aber dafür, dass die verwendeten Ports nach innen und außen dieselben sind und nicht überschrieben werden.

    Liege ich da falsch?

    Übrigens mach die Telekom hier echt TCP5060 btw. 5061 und kein UDP mehr.



  • @slu Mich würde noch interessieren ob du noch etwas bezüglich QoS / Traffic Shaping an den Anschlüssen gemacht hast um VoIP zu priorisieren? Nach dem Telekomdokument liest sich das so, dass die Telekom "für die Leitung" automatisch eine Priorisierung des VoIP Verkehrs vornimmt und demnach in der pfSense kein Traffic Shaping erforderlich wäre?

    Ja wir haben den Traffic Shaper in der pfSense aktiviert und geben der PBX damit immer die notwendige Bandbreite. Abgehakt oder Unterbrechungen gibt es damit bei uns nicht.
    Auch wenn die Telekom das in deren Netz priorisiert muss man dafür sorgen das die pfSense die richtigen (RTP) Pakete als erstes los wird...

    Nochmal zusammen gefasst:

    • wir haben eingehend kein Portforwarding
    • LAN -> WAN darf die PBX natürlich
    • auf allen SIP Leitungen qualify=yes gesetzt
    • Traffic Shaper auf pfSense aktivieren

    Das haben wir mit vielen SIP Anbieter erfolgreich in Betrieb.

    Ausnahme Telekom Data/Voice, da ist tatsächlich ein Static Portmapping (5060) ausgehend notwendig.



  • @tpf said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Liege ich da falsch?

    Ich mache das nicht mehr, IMHO war das nur für den Data/Voice notwendig.

    Übrigens mach die Telekom hier echt TCP5060 btw. 5061 und kein UDP mehr.

    Genau, das ist TCP 5061 / transport tls und SRTP beim Telekom SIP Trunk.



  • @slu said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Ich mache das nicht mehr, IMHO war das nur für den Data/Voice notwendig.

    Reden wir von der Option im Outbound-NAT? Bei mir führt das Fehlen der Option zu Monologen beim Telefonieren. Entweder höre ich den Anrufer nicht oder er mich nicht.

    Ebenso führt das Fehlen der hochgesetzten UDP-Timeouts nach etwa 30 Minuten zum Verlust des Tons im Gespräch.



  • @tpf said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Reden wir von der Option im Outbound-NAT? Bei mir führt das Fehlen der Option zu Monologen beim Telefonieren. Entweder höre ich den Anrufer nicht oder er mich nicht.

    Ja genau Outbound NAT.

    Ebenso führt das Fehlen der hochgesetzten UDP-Timeouts nach etwa 30 Minuten zum Verlust des Tons im Gespräch.

    Das ist aber dann kein SIP Trunk sondern der Data/Voice? Da kann ich nicht mitsprechen, das Produkt war für uns einfach ungeeignet.



  • Deutschland LAN-IP oder so nennt sich das. Der Wald und Wiesen-Anschluss auf VOIP halt, den jeder normalsterbliche Kunde bei der Telekom, Vodafone oder sonstigen Anbietern bekommt.



  • Ja genau so heißt der, von dem lasse ich die Finger weg.



  • @slu
    Danke! Zumal das mit dem "static port" ja auch das Risiko von IP-Spoofing erhöht. Die pfSense macht als Standard "randomized ports" ja nicht ohne Grund. Inwieweit das bei jedem ein Risiko ist lasse ich mal dahingestellt.

    Übrigens der Anschluss über den ihr euch streitet heißt "DeutschlandLAN IP Voice/Data". Ist etwas anderes als SIP-Trunk (Anlagen im Haus) oder Cloud PBX (virtuelle Anlage in der Cloud)

    Also Zusammengefasst heißt das für SIP-Trunk mit Telekom:

    1. Das Netzwerk in dem die Anlage liegt muss ausreichend Internet-Zugriff haben. Sofern der Internet-Zugriff eingeschränkt ist, muss darauf geachtet werden, dass zumindest die Ports aus dem technischen Dokument der Telekom zu SIP-Trunk möglich sind:
      UDP (out): Ports 53, 123, 30000-31000, 40000-41000, 3478, 3479 UDP(in):Ports5070,5080,30000-31000,40000-41000 TCP(out):Port53,80,443,5060,5061
      in/out ist immer aus Sicht der TK-Anlage gemeint Plattformseitiger RTP Portrange ist 9000-18000.

    2. Outbound NAT erfordert keine gesonderte Konfiguration, insbesondere keine statischen Portzuweisungen. Die "normale" Automatic Rule von pfSense mit randomized ports genügt.

    3. NAT Keep-Alive in der Anlage muss aktiv sein und darf kein zu langes Intervall haben. Ist dies nicht der Fall wären die UDP und TCP (!) Timeouts in der pfSense zu erhöhen, wenn die Firewall im "Normal Mode" betrieben wird, damit die Verbindung / NAT nicht gekappt wird über das die Anlage bei der Telekom registriert ist.
      (SIP=TCP und Sprache=UPD (SRTP))
      Bei Asterisk Anlagen muss hierfür die Option qualify=yes gesetzt sein.
      (Anmerkung: Die Standard TCP timeouts sollten aber auf jeden Fall ausreichen, da diese höher sind als bei UPD)

    4. Traffic Shaping in der pfSense sollte eingerichtet werden um QoS von VoIP zu gewährleisten.


  • Rebel Alliance Moderator

    @ramup said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    Danke! Zumal das mit dem "static port" ja auch das Risiko von IP-Spoofing erhöht. Die pfSense macht als Standard "randomized ports" ja nicht ohne Grund. Inwieweit das bei jedem ein Risiko ist lasse ich mal dahingestellt.

    What? Was hat das mit IP Spoofing zu tun? Da geht/ging es ursprünglich bei der PF Entwicklung mal um theoretische Use Cases bei NAT über MITM o.ä. dann Verbindungen/Ports zu hijacken, aber was hat der konstante Port mit IP Spoofing zu tun... vor allem abgehend! Es geht nur darum, dass abgehend die Anlage mit 5060 abgehend auch über die NAT rüber weiterhin 5060 als Port behält weil SIP extram zickig ist und auf den Source Port besteht. Um nix anderes geht es doch dabei. Dass andere Protokolle wie HTTP auf den Quellport pfeifen weil sie den nicht brauchen - alles OK, dann kann der auch randomisiert werden. Aber das sind heut Sachen, wo kaum mehr ne Geige spielen. BTW das gleiche mit anderen Source-Port empfindlichen Protokollen. IPSEC, NAT-T und Co. - warum gibts wohl im Default Outbound NAT den Eintrag für 500/udp ;)

    Ansonsten haben wir bei unserem SIP Trunk auch ursprünglich kein Problem gehabt, nur alles nach draußen durchzulassen, erst bei der ein oder anderen erweiterten Funktion oder Fehlermeldung kam dann Stück für Stück raus, dass die PBX/Asterisk ganz schön den Trunk angebunden hat, der Dienstleister aber beim Signalling schon gern von extern SIP reden würde um diverse Zusatzdienste oder Funktionen zu signalisieren. Tech Docs angefordert und siehe da: Anbieter empfiehlt extern 5060 für SIP und 10000-20000 für RTSP aufzumachen (von spezifizierten IPs aus). Regeln angelegt, keine komischen Phänomene mehr. Mag bei Telekom eben anders sein, besser ist es man hats mal gehört und im Hinterkopf wenn man plötzlich mit Sachen kämpft wie unerklärlichem Besetztzeichen oder "User nicht erreichbar" oder auch Probleme beim Durchstellen, Handover etc. Und ja, bei uns wars auch 5060udp sowie tcp. Regel ist auch schön abgesichert, weil nur die Trunk-IPs des Dienstleisters als Source incoming freigegeben sind auf die PBX. Sauberes Setup :)

    Grüße



  • @jegr said in pfSense mit Telekom SIP-Trunk IP-Anlagenanschluss:

    What? Was hat das mit IP Spoofing zu tun?

    Naja, pfSense spricht in der eigenen Dokumentation von möglichen Risiken mit IP Spoofing bei static ports im outbound NAT pfSense Doku

    Es gibt viele Varianten SIP zu realisieren Dokumentation OpenScape
    Die Telekom macht das bei SIP-Trunk eben über symmetrisches RTP.
    Die Telekom gibt beim SIP Trunk gerade keine IPs der Telekom bekannt und rät auch ausdrücklich dazu an nur ausgehende Verbindungen zuzulassen und keine eingehenden:

    "Aufgrund hochskalierbarer Cluster von SP-SSEs der Deutschen Telekom ist es nicht geeignet, die Quell-IPs der Deutschen Telekom einzuschränken. Es ist vorzuziehen, stattdessen Client-initiierte Verbindungen zu verwenden und jeglichen eingehenden Datenverkehr außer dieser Verbindung zu blockieren."

    Daher hatte ich ja auch die Beschreibung des Themas auf das SIP-Trunk der Telekom beschränkt. Mir ist klar, dass das keine generelle Anleitung für alle SIP-Trunk Anschlüsse ist.


  • Rebel Alliance Moderator

    Aye, aber du musst die Sätze im Zusammenhang lesen:

    Many operating systems do a poor job of source port randomization, if they do it at all. This makes IP spoofing easier, and makes it possible to fingerprint hosts behind the firewall from their outbound traffic.

    Weil viele Systeme (die meisten Windows früher) mies dabei sind, sowas wie zufällige Sequenznummern oder Quellports zu randomisieren, gäbe es den Ansatz eines IP Spoofings - was noch nichts per se mit Firewall+NAT zu tun hat - und macht es einfach(er) Fingerprinting zu nutzen. Früher war das durchaus ein Thema, dass man durchaus verstecken wollte, wieviel Rechner intern so rumstehen, damit der Provider da nichts mitbekommt. Wüsste allerdings nicht, dass das heute noch ein großes Thema ist zumal die Doku in 2002 begonnen hat und der Absatz m.W. relativ alt ist. Heißt nicht, dass er nicht mehr gilt, aber die Relevanz ist vielleicht nicht mehr so zeitgemäß gegeben ;)

    Ansonsten gibt es natürlich sehr viel Möglichkeiten SIP zu sprechen (darum mag ich es auch nicht). Etwas genauso chaotisch und stürmisch wie IPSec... nicht schön aber leider auch nicht selten. Ich hatte es deshalb auch nur als Zusatz erwähnt für den Fall dass es Probleme geben sollte. Lieber wissen im Hinterkopf haben als rätseln ;)



  • @JeGr Ich habe zu wenig kriminelle Energie um einschätzen zu können wie groß das Risiko mit IP Spoofing für (die Übernahme) den outbound traffic (heutzutage noch) ist, daher habe ich das ja auch offen gelassen ;D

    Ich habe ja auch eine WAN Regel für jegliche IPs auf Port 500/4500 für IPSec die zudem noch automatisch von pfSense als NAT mit einem static port verknüpft ist. Einziger Unterschied ist halt hier, dass Zieladresse die pfSense ist und man hofft, dass hier halt keine Lücken sind und Snort die schlimmsten Übeltäter ohnehin aussperrt ;D

    Zumal meinem Verständnis nach ja bei der Telekom auch ein Transport für SIP und RTP über TLS stattfindet, der mit der Telefonanlage ausgehandelt wird (kein transparenter Proxy in pfSense oder dergleichen). Da ich zudem vorsorglich ein eigenes Subnetz mit einer einzigen IP (der Anlage) geschaffen habe, wäre das wie gesagt auch nicht meine größte Sorge ;D

    Ich hätte mehr Sorge das WAN auch für die TA zu öffnen, auch bei bekannten IPs, da hier das Risiko für IP Spoofing sicherlich höher wäre und letztlich fraglich wäre wie sicher die Firmware der Anlage ist, die ja nur in sehr langen Zeitabständen aktualisiert wird. Inwieweit dies jedoch realistisch zu einem Angriff führen kann, vermag ich nicht einzuschätzen.


  • Rebel Alliance Moderator

    Naja Spoofing setzt immer auch irgendwo Wissen voraus. Ich denke eher weniger, dass heute jemand wegen ein bisschen VoIP Anlage den Aufriß macht, sämtliche potentiellen IPs als Quelle für SIP zu spoofen um zu schauen was passiert. Zumal: welcher Nutzen? Wenn du die IP bspw. der Telekom spoofst und dann die Anlage anfunkst, könntest du höchstens erreichen, dass die aus dem Tritt kommt weils bei ihr quasi ständig klingelt, also eher sowas wie Syn-Spoofing / DOS. Und das merkt man recht flott. Zudem man dann die gespooften Pakete erstmal bis zu dir bekommen müsste. Da die ja logischerweise erstmal durch das Telekom Netz wandern bis zu dir (an deinem Anschluß) würde das IMHO schon vorher auffallen bevor die zu dir kommen, dass da jemand versucht IPs der Telekom zu simulieren. Übernehmen kannst du soweit ich richtig weiß bislang nichts damit, außer mit Spoofing die Anlage oder Telekom zu ärgern. Nutzen somit minimal. :)

    Deshalb ist eine Quellbeschränkung bei offenen Ports am WAN auch eine sinnvolle Absicherung. Sonst bräuchte man das ja (wenns eh gespooft werden könnte) nicht machen ;)


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