@eyetap said in DNS Forwarder bei Dual WAN im Failover:
Nun ja - logisch dass die Routen bleiben - OK. Nicht logisch wenn die auch, wenn das zugewiesene Gateway down ist, auch aktiv weiter versucht werden zu verwenden und dann Timeouts liefern.
Durchaus logisch, denn sie werden fest konfiguriert über DIESE GWs zu gehen. Wenn du keine GW Zuweisung machst, gehen sie übers Default. Das ist aber auch in der Doku beschrieben :)
@eyetap said in DNS Forwarder bei Dual WAN im Failover:
Einfach nur in der Annahme, dass der Provider bzw Downstream DNS flotter ist als ich. Wäre ja eigentlich auch traurig wenn nicht.. :)
Was ist Geschwindigkeit ggü Zuverlässigkeit? ;) Zumal der Vorteil beim echten Resolver nur einmal besteht, danach greift Caching und der Rest ist dann egal. Zu viel Zentralisierung war leider gerade bei DNS noch nie zielführend :)
@eyetap said in DNS Forwarder bei Dual WAN im Failover:
Mit genug Forwardern wär das ja kein Thema.. ;-)
Doch, denn die meisten bleiben dann doch wieder bei den großen/größten Forwardern hängen. Und dann gibt es schlicht Abhängigkeit von ein paar großen DNS Schleudern, die dann lustig fröhlich ausliefern können was sie wollen. Worin das gipfelt zeigt sich gerade erst beim Prozess gegen die (jetzt schweizer) Betreiber von 9.9.9.9 die per Verfügung dazu genötigt werden (sollen), dass diverse Domains nicht mehr erreichbar / auflösbar sind über ihre Resolver. Allerdings soll das dann auch nur aus dem entsprechenden Land nicht auflösbar sein, etc. bla fasel. Es ist wieder kompletter Nonsense, weil die Leute DNS nicht verstehen und die Komplexität von "IP Adresse ist keine fixe Hausnummer in Deutschland" nicht begreifen. Da klebt in den Köpfen, dass man IPs festnageln kann auf ein Land (jeder der schon GeoIP gemacht oder genutzt hat weiß wie ungenau und doof solch eine Annahme ist). Und dann ist das ja einfach zu machen. Dass die Umsetzung extrem schwierig und schwammig wird und im Endeffekt nur dazu führt, dass die Leute andere Forwarder - oder wesentlich sinniger - einen eigenen Resolver nutzen, der auf irgendwelche Forwarder pfeift und die Domain einfach vom eingetragenen SOA Server der Domain holt ist in den Kleinhirnen leider nicht angekommen.
Aber an genau diesen Prozessen sowie den vergangenen Problemen mit irgendwelchen Forwardern von Betreibern sowie Happenings wie DNS Search Redirection, falschen IPs statt NXDOMAIN Antworten, DNS Umleitungen, Domain Parking DNS Redirection und was-weiß-ich-nicht-mehr-alles-für-anderen-Schmutz lernt man auf die harte Tour, dass man von zentralen Ansätzen lieber die Finger lässt.
Die Idee, einfach lokal bspw. 10 oder noch mehr Forwarder einzutragen ist BTW leider genauso unsinnig, da die Forwarder/Logik das gar nicht sinnvoll nutzen kann. Der korrekte Ansatz in der Richtig wäre dann tatsächlich ein Konzept wie ODNS oder DoHoT was zusammen mit dnscrypt als stub resolver und DNS "loadbalancer" inkl. selection mechanism gegen DNS bias einhergeht.
Damit könnte man dann so halbwegs was anfangen :)